Arster Geschichte(n) – Museum und Archiv

AKTUELLES:

Nächste Museumsöffnung: SONNTAG, 22. MÄRZ 2026

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Diesen Monat gibt es noch wieder etwas besonderes zu erleben:


Stellungnahme zum Plan der Teilbebauung des Dorfangers in Arsten
– vorgestellt in der Sitzung des Beirates Obervieland am 17.2.2026
1. Der Dorfanger muss als Grünfläche erhalten bleiben, denn der stellt „einen der letzten
dörflich strukturierten Freiraumbereich im Herzen des alten Dorfes Arsten dar“. So wurde
es in der Begründung für die Aufstellung des Bebauungsplans im Jahr 1990 formuliert.
Weiter hieß es: „Gesamtziel ist es – trotz der fortschreitenden Umstrukturierung des Dorfes
Arsten zu einem Wohnstandort – den Ursprung dieser im Kernbereich dörflichen Siedlung
erlebbar und ggf. deutlicher zu entwickeln.“
Der Dorfanger macht dieses Erleben dörflichen Ursprungs möglich. Das ist gerade für
junge Familien attraktiv und ein wichtiger Aspekt hierher zu ziehen. Der Schulweg führt für
viele Kinder direkt am Dorfanger vorbei.
2. Zur Entstehung des „Bebauungsplans 2012“ von 1990 bis 1993:
1987/88 haben sich Arster Bürger für den Erhalt von Lahrs altem Vörhus eingesetzt, das an
der Ecke Arster Heerstraße/In der Laake stand. Es handelte sich um ein 300 Jahre altes
strohgedeckten Kötnerhaus, das später als Häuslingshaus vom Lahrshof genutzt wurde.
Leider konnte das Haus an der Ecke Arster Heerstraße/ In der Laake nicht gerettet werden.
Die Eigentümer-Familie Lahrs ließ es 1988 abreißen und an seiner Stelle einen Neubau für
die Post errichten. Damit ging ein wichtiges dörfliches Element für immer verloren.
1990 wurde die Aufstellung des Bebauungsplans für dieses Gebiet um den Dorfanger
begonnen und 1993 mit dem Beschluss durch die Stadtbürgerschaft abgeschlossen. Das
war insofern ein Kompromiss und teilweise Gutmachung, um typische dörfliche Elemente in
Arsten zu sichern
3. Im Bebauungsplan wurde damals der Eigentümerin, Familie Lahrs die Bebauung eines
Teils der Grünfläche ermöglicht. Dazu gab es klare Aussagen zum „Maß der baulichen
Nutzung“: „Zulässig sind nur eingeschossige Gebäude mit ausbaubarem Dachgeschoss.“
Zwei Grundstücke wurden verkauft und von den neuen Eigentümern mit
Einfamilienhäusern bebaut. Außerdem hat Familie Lahrs an der Arster Heerstraße zwei
neue Mehrfamilienhäuser mit 7 Wohneinheiten errichtet..
4. Der vorgestellte Entwurf des Neubaus fügt sich in keiner Weise in die dörfliche Struktur
ein. Die mit hohem Aufwand restaurierte Fachwerkfassade des Lahrshofes und die
Neubauten, die sich am alten Hofensemble orientieren, würden dadurch zunichte gemacht.
Ein Blick auf dieses Ensemble, wie er bisher sowohl von der Handwerkstraße als auch von
der Enge Straße über den Dorfanger hinweg möglich ist, wäre dann zerstört.
5. Die Notwendigkeit einer weiteren Senioreneinrichtung in Arsten ist angesichts der
vorhanden Einrichtungen fragwürdig.
Vorhanden sind:
– Seniorenresidenz Rotbuche, Hinter dem Vorwerk
– Betreutes Wohnen -Rotbuche, In der Tränke 11
– Seniorenheim und Betreutes Wohnen am Heukämpendamm
– Betreutes Wohnen Casa Vita, August-Hagedorn-Allee
– Beim Gemeindehaus ist ein Mehrgenerationen-Haus geplant

Entwurf des geplanten Baus.

6. Eine weitere Senioreneinrichtung wäre negativ für die Struktur Arstens. Sie würde einer
guten Durchmischung von Alt und Jung entgegenstehen und die die Attraktivität des
Wohnens für junge Familien mindern.
7. Die Verkehrssituation würde sich durch die Seniorenwohnungen enorm verschärfen.
Schon jetzt ist die die Straße In der Laake durch parkende PKW von Besuchern und
Mitarbeiterinnen des Hospiz Sirius erheblich belastet. Die Fahrzeuge der Mitarbeiter stehen
entsprechend ihres Dienstes auch mehrere Tage hier.
Hinzu kommen die Mitarbeiterinnen des Ambulanten Palliativ-Dienstes, deren
Dienstfahrzeuge zwar auf dem Hof des Hospizes parken, die ihre Privatwagen jedoch In
der Laake abstellen. – vor dem Hospiz parkt ständig eine große Anzahl von PKWs von
Besuchern
Die geplante Zahl an Seniorenwohnungen und die Tagespflege würde weitere Fahrzeuge
von Pflegepersonal und Besuchern anziehen. Ein Dorfcafé oder ein Bäcker, der in den
Neubauten ebenfalls untergebracht werden soll, würde zu weiterem Verkehr führen.
Die angedachten Parkplätze würden vermutlich nicht ausreichen und dann zu einer
weiteren Schaffung von Parkraum auf der vorhandenen Grünfläche führen. Damit würde
die vorhandene Grünfläche weiter reduziert werden.
Die Befürchtung besteht darüber hinaus, wenn eine Teilbebauung genehmigt wird, dass
dieses später als Grund genommen wird, auch die übrige Fläche einer Bebauung
zuzuführen.
8. Die Verkehrssituation betrifft schon jetzt die Freiwillige Feuerwehr Arsten. Sie hat
aufgrund der parkenden PKW erhebliche Probleme bei den Ausfahrten zu ihren Einsätzen.
Dieses würde sich durch eine Bebauung direkt an der Handwerkstraße sicher noch
verschärfen.
Darüber hinaus nutzt die Feuerwehr den Dorfanger für Aktivitäten wie dem Tag der Offenen
Tür und Übungen der Jugendfeuerwehr.
9. Der Schulweg zur Arster Grundschule am Korbhauser Weg führt direkt am Dorfanger
vorbei. Schon jetzt bestehen Probleme bei der Sicherheit des Schulweges durch die
zahlreichen parkenden Fahrzeuge und dann entgegenkommendem Verkehr.

Der Dorfanger in Arsten.


10. Der Dorfanger sollte als Ausgleichsfläche für die vielen bebauten ehemaligen
Ländereien, auch der Familie Lahrs, angesehen werden und könnte ja auch teilweise
weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden, wie im vergangen Sommer durch Pferde vom
benachbarten Gerken-Klatte-Hof.

Bremen, 24.2.2026
Vorsitzender
Friedrich Greve
In der Laake 28
28279 Bremen


Unser Puzzle mit der Arster Kirche kann man kaufen!

Puzzle Arster Kirche 500 Teile.
Dieses Puzzle wurde anlässlich des 700jährigen Jubiläums der Arster Kirche im Jahr 2025 herausgegeben. Es ist ein ideales Weihnachtsgeschenk – für Kinder und Erwachsene, die Lust am Puzzlen haben.

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Abholung bevorzugt. Versand möglich bei Übernahme der Versandkosten und vorheriger Überweisung. Bei Fragen gerne melden.

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Wer unsere Ausstellung zum 700. Geburtstag der Arster Kirche verpasst hat, kann sie sich hier noch mal in Ruhe angucken:


Jetzt zu sehen: unsere Sonderausstellung.

 

Unsere Ausstellungseröffnung wurde in der Presse angekündigt.

 

Die Malerin Irene Lemke-Lüdemann war persönlich zur Ausstellungseröffnung da.

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Dat lüttje Museum

Im Herbst 1985 gründeten einige von uns den Arbeitskreis Arster Geschichte(n). Seitdem treffen wir uns alle 14 Tage montags im Archiv. Wir sind ein gemeinnütziger Verein mit ehrenamtlichen Mitarbeitern.

Unser Arbeitskreis hat es sich zur Aufgabe gemacht, die „Geschichte von unten“ zu erfassen. Dabei stehen Arbeit und Leben der Menschen vor Ort im Mittelpunkt.

In zahlreichen Gesprächskreisen erzählen Arsterinnen und Arster ihre Geschichte und ihre Geschichten und geben uns damit wichtige Einblicke in ihr Leben. Im Lauf der Jahre kamen viele Fotos und Dokumente sowie anderes Material zusammen, das wir teilweise in Büchern veröffentlicht haben und in unserem umfangreichen Archiv archiviert haben.

Wir beteiligen uns an Aktivitäten zu historischen Anlässen im Stadtteil und wollen mit Fotoausstellungen und Vorträgen Geschichte vor Ort wach halten.

Unsere Mitglieder haben zahlreiche Utensilien aus allen Lebensbereichen zusammengetragen, um Geschichte erlebbar zu machen. Viele Gerätschaften und Werkzeuge, die im „lüttjen Museum“ ausgestellt sind, erinnern an das Arster Alltagsleben in früheren Zeiten.

„Dat lüttje Museum – Leben und Handwerk in Arsten“  wurde im Mai 2012 in der Hohenleuchte in Bremen-Arsten vom Arbeitskreis Arster Geschichte(n) eröffnet. 2014 zog es an den heutigen Standort In der Tränke 12 um. Es befindet sich in einem ehemaligen Kötnerhaus der Arster Straßenbaufirma Wessels, das von der Ilse Köpe-Heemsath-Stiftung erworben wurde. Die Stiftung stellte die finanziellen Mittel zur Sanierung und dem Ausbau des Hauses, sowie zum Aufbau des Museums bereit. Sie trägt die Betriebskosten für das Gebäude und unterstützt finanziell den Arbeitskreis und das Museum.