Sonderausstellungen

Neben dem ständigen Museumsbestand laden wechselnde Ausstellungen die Besucher ins Museum ein. Zu verschiedenen Themen werden Exponate zusammengestellt, die einen Einblick in längst vergangene Zeiten geben.

Unsere aktuelle Sonderausstellung ist bis November 2018 im Museum zu sehen.

k-DSC00693In der neuen Ausstellung “Handarbeiten aus der Schulzeit” werden 100 Jahre alte Stopf-, Stick- und Näharbeiten gezeigt , die als Exponate zum Museumsbestand gehören und einst von Schülerinnen gearbeitet wurden.

Die Mädchen mussten schon früh lernen, mit Nadel und Faden umzugehen, damit sie im späteren Leben als Hausfrau das Handwerk gut beherrschten.

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Auf Mustertüchern wurden verschiedene Nähaufgaben, wie beispielsweise Knopflöcher, Aufhänger, Biesen und vieles mehr gearbeitet,  die oftmals eine große Fingerfertigkeit voraussetzten.

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Eine besondere Aufmerksamkeit im Museum gilt den Tüchern mit den feinen Stopfarbeiten, die erkennen lassen, mit wie viel Fleiß und Mühe oftmals schon die 10jährigen Schülerinnen gearbeitet haben.

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Reichlich Geschicklichkeit und präzises Arbeiten erforderten auch die Sticktücher. Buchstaben und  Zahlen wurden kunstvoll in verschiedenen Schrifttypen auf ein Tuch gestickt, mit Verzierungen versehen und oftmals wurde der eigene Name und die Jahreszahl eingearbeitet.

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Im Laufe der Jahre änderten sich die Aufgaben im Unterrichtsfach.

Nannte man früher das Fach “Nadelarbeit”,  so  hieß es später “Handarbeitsunterricht”.

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Immer häufiger lernten die Schülerinnen, im Unterricht Teile  für den alltäglichen Gebrauch zu arbeiten. Dazu gehörten Schürzen, Turnbeutel, Serviettentaschen und häufig auch Nadelkissen, die kunstvoll bestickt wurden. Die älteren Schülerinnen lernten, auf Tretnähmaschinen  zu nähen und  stellten Kopfkissen oder andere Wäscheteile  her.

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Es wurde gehäkelt, gestrickt und gestickt, gewebt und gebastelt. Auf dem Arbeitsplan stand immer das Häkeln von Topflappen. Als es Mode war, gröbere Netze zu benutzen, wurden auch diese im Handarbeitsunterricht gehäkelt. In den Netzen nahmen die Schülerinnen gerne  Bälle, Sport- oder Badesachen mit.

k-DSC00720Stricken stand ebenfalls oben auf dem Arbeitsplan. Man begann mit einfachen Übungen. Zuerst lernte man die Form “schlicht” und dann “kraus” zu stricken. k-DSC00719Beherrschte man beides, konnte schnell daraus ein Muster entstehen.

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In den 1960er Jahren konnten die Schülerinnen das Weben auf Schulwebrahmen lernen.  Trotz der einfachen Technik entstanden oftmals kleine Kunstwerke.

Zum Handarbeitsunterricht gehörte auch das Arbeiten mit anderen Materialien und das Herstellen von kleinen Gegenständen. Sie lernten mit der Technik “Kartoffeldruck”, Muster auf einem Stück Stoff zu gestalten.

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In einer Sammelmappe musste jede Schülerin alle ausgeführten Aufgaben als Anschauungsmuster mit entsprechender Beschreibung einheften. Einige  Mappen liegen im Museum aus und können eingesehen werden.

Heute  heißt das Unterrichtsfach “Textiles Gestalten” und Jungen und Mädchen lernen gemeinsam, mit verschiedenen Materialien zu arbeiten.

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Dat Lüttje Museum arbeitet  mit den Arster Grundschulen zusammen und in einem Projekt im Museum  lernen die Schüler,  wie man aus Wolle mit Hilfe von Spindeln und Spinnrädern einen Faden herstellen kann.

 

Dat lüttje Museum